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Herr Fuchs
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« am: März 07, 2010, 14:39:56 » |
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Hallo Plümpfe,
je tiefer ich in den Tabletopsumpf eintauche desto mehr erkenne ich, dass eine große Zahl an Leuten Warhammer 40K spielt. Warum gefällt Euch das eigentlich nicht?
Es handelt sich um ein vernünftiges Science-Fiction Universum (ich mag Science Fiction), worin nicht gezaubert und gekoboldet wird. Von daher müsste es euch doch zusagen, oder?
Der große Vorteil des Spielsystems liegt eindeutig darin, dass man auf eine große Zahl an Mitspielern zurückgreifen kann; was sich von FoW und A&A nicht gerade sagen lässt; und nicht bis ans Ende der Welt reisen muss, um einmal im Quartal Mistpieler zu finden, die leider über ganz Deutschland verstreut sind. Gewürfelt wird hier wie dort, von daher kann das auch nicht der Grund sein.
Der einzige Unterschied besteht darin, dass es keinen Bezug zum 2.Weltkrieg gibt. Aber ist das wirklich so schlimm? Mich stört das überhaupt nicht.
Wer hat das Spiel schon einmal gespielt und kann etwas dazu sagen?
Sollten wir uns in Bezug auf andere Systeme nicht weiter öffnen und flexibler sein? Denn wenn wir nicht mit der Zeit gehen, gehen wir mit der Zeit und genau das sollte vermieden werden, da das Spielen großen Spaß bereitet. Post Scriptum: Den einzigen Nachteil, den ich bisher entdeckt habe, sind die hohen Preise für die Miniaturen und das schnelle Veralten der spielbaren Listen.
Herr Fuchs
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Auch Du wirst irgendwann im Keller sitzen!
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Dunkelzwerg
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« Antworten #1 am: März 08, 2010, 14:35:37 » |
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Was genau stört Euch eigentlich an Warhammer 40K? Fast nix  , wobei hier die Anschaffungskosten sehr hoch ausfallen können. Und "Gezaubert" wird glaub ich eigentlich schon (Eldar) wenn man den Begriff etwas dehnt. Ansonsten gibt es hier auch Panzer (wie im 2. Weltkrieg)! Was mir nicht gefällt ist die Würfellastigkeit! 
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Herr Fuchs
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« Antworten #2 am: März 08, 2010, 20:07:04 » |
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An Dunkelzwerg,
ja, das stimmt, der Würfel ist wie bei allen Tabletops leider auch hier die große Seuche. Ich befürchte auch, dass man das nicht aus den Systemen herauszüchten kann.
Man kann jedoch auch hier ein eigenes Regelwerk auf diese Figuren übertragen, gerade in Hinblick auf unser ScFi-Tabletop, das sich ja noch in der Entwicklung befindet. Glaubst Du, dass man die Figuren für unsere Zwecke nutzen könnte?
Herr Fuchs
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El Hefe
Großherzog des Kellers
Unterplumpf
  
Beiträge: 38
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« Antworten #3 am: April 26, 2010, 22:17:09 » |
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Um meine Abneigung gegen Warhammer nachvollziehen zu können, muss man etwas in die Tiefe gehen, und auch den Hersteller und dessen Politik gegenüber Spielern und Händlern kennen. Das ganze hat NICHTS damit zu tun dass es SciFi/Fantasy ist. Wie du ja weisst hab ich selbst jede Menge Zeugs und Systeme aus dem Bereich (z.B. Firestorm Armada, Warmachine, Akemy usw).
Die Hauptprobleme liegen imho in folgenden Punkten:
-Scheiss Balancing. Games Workshop (die Herstellerfirma) macht das so das sie alle Jubeljahre für eine neue Rasse ein neues Regelwerk auf den Markt schmeisst, dass den neuen krassesten Scheiss enthält der alles andere wegboxt. Das führt teilweise dazu dass du mit gewissen Armeen überhaupt nicht antreten brauchst, weil du nicht gewinnen KANNST (also so wirklich gar nicht, nicht mal theoretisch). Das heisst im Klartext, es gibt jeweils so 2-3 Armeen die "am krassesten" sind, und der Rest kann nach Hause gehen. Nach dem nächsten Listenbuch ist dann jeweils was anderes am krassesten was total gegen alles gewinnt. Imho nicht der Sinn eines Strategiespiels.
-Zudem ist es meist so dass Armeen nach alten Listenbüchern regelmässig ihre Gültigkeit verlieren. Dazu sind die neuen dann so gemacht, dass du dir gleich mal für teures Geld neue Einheiten kaufen musst, weil die alten nicht mehr funktionieren.
-Die Preisgestaltung ist mittlerweile einfach nur noch unverschämt zu nennen. GW verkauft mittlerweile Plastikfiguren (die, so muss man fairerweise erwähnen, qualitativ sehr gut sind) für Beträge, die sogar teurer sind als die Zinnfiguren anderer Hersteller, und das obwohl es eigentlich anders herum sein müsste.
-Von dem was ich bisher gesehen habe, sind Warhammer Spiele meistens nur stumpfes Geschlachte. Terrainbenutzung oder Objectiveorientiertes Spiel findet nicht oder kaum statt. Wer am meisten killt gewinnt. Oft genug ists dann auch so dass derjenige der sich den ersten Zug erwürfelt ziemlich nah am Autowin ist. Imho auch nicht das was ich von nem Strategiespiel erwarte.
-Die GW-Politik gegenüber ihren Retailern, und ihren Kunden ist weitgehend ne Frechheit. Generell erinnern mich die GW-Leute die man so auf den Messen trifft auch eher an eine Drückerkolonne, so agressiv und nervtötend wie die sin.
-Die Community besteht imho leider grösstenteils aus dämlichen Kindern und nervtötenden und völlig überheblichen Idioten. Ehrlich, ich bin jetzt seit 3 Jahren in diesem Bereich unterwegs, und ich kann sagen dass ich mit den meisten Warhammer-Typen nicht spielen WILL. Um genau zu sein war ich schon mehrfach kurz davor, dem ein oder anderen die Faust auf der Nase zu parken, einfach damit er die Schnauze hält.
Alles in allem ist an diesem System einfach so gut wie alles schlecht. Die Firmenpolitik, das Spiel selbst, die Mitarbeiter, die Preispolitik und die Spieler. In diesem Sinne bin ich eigentlich ganz froh, dass es das gibt, denn das hält die Deppen aus den vernünftigen Systemen fern. Das einzig gute ist: Es gibts fast überall, und man findet fast überall Spieler dafür.
Ich verzichte da aber weiterhin mit freuden drauf. Wenn du Sci-Fi willst, Warmachine MK II ist RICHTIG RICHTIG gut.
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Herr Fuchs
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« Antworten #4 am: April 27, 2010, 22:09:46 » |
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An El Hefe,
vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag. Die Punkte, die Du anführst, sind natürlich Totschläger. Der einzige große Vorteil dieses Systems liegt wohl in den tollen Figuren, die sehr schön gestaltet sind.
Aber, was nutzt Dir das, wenn Deine Listen innerhalb kurzer Zeiträume nutzlos werden? Die Kosten für FoW-Armeen sind zwar auch nicht gering, jedoch sind es einmalige Investitionen, die dauerhaft spielbar bleiben. Meine Panzerkampfwagen IV werden für immer in meinen Listen vertreten sein. (Es sei denn, die Japaner kommen, dann muss ich Euch leider mit ca. 16.000 Ha-Go 95 Panzern fluten)
Herr Fuchs
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Wurstbrot
Riesenplümpfling
 
Beiträge: 21
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« Antworten #5 am: April 29, 2010, 16:36:46 » |
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Um mich mal den GW abgeneigten etwas anzuschließen.
Ich kann EL Hefe nur zustimmen.
Meine Erfahrung mit 40k - als Beobachter bei einem 40k Tunier in München:
Sieger Chaos mit einer Armee aus 5 Cyborgs Jeder andere hatte max 2 Einheiten die einem Cyborg irgendwas anhaben konnte und ratet einmal was in der 1. Runde gestorben ist. Der rest von den Spielen bestand darin das gesammte Armeen vor den 5 Einheiten weggelaufen sind da sie nur noch verliehren konnten.
Amen
Ansonsten kannst du auch eine fiktive Aufstellung machen sie deinem Mitspieler am Telefon sagen und dieser sagt dir welche Einheiten er dir entgegenstellt. Dann nimmst du deinen Mülleimer füllst den bis obenhin voll Würfel und kippst ihn auf deinen Fußboden und siehe da wenn dein Mülleimer größer war hast du gewonnen... Leider ist es wirklich so das man stur aufeinander zurennt und mit Eimern voller Würfeln um sich schmeißt.
Lustigstes Erlebnis diesbezüglich:
FoW gegen einen GW Spieler. Das vorderste Objektiv auf einem 3-etagigen Berg der nur 3 Straßen als aufwege hatte. Gegner greift an und grieft an auf dem Hügel waren auch noch Gebäude die super Deckung gaben und so meine halbe Armee eingegraben das zweite Objekive war 30 cm weiter hinten und komplett ungeschützt... Wozu auch? Der gegner rennt auf die ersten Einheiten zu mit allem war er irgendwo bei sich findet und versucht diese zu überrennen.
Taktik? Ja das kennen sie auch, schmeckt nach Hähnchen und tutet.
Ende vom lied: Ein großes rumgeheule der Hügel ist viel zu heftig auf dem Tisch will ich nicht mehr spielen!
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Herr Fuchs
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« Antworten #6 am: April 30, 2010, 14:54:57 » |
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An Die Plümpfe,
was ich ziemlich übel gefunden habe, ist die Tatsache, dass Du manche Einheiten mit Waffen nachrüsten kannst (musst), um kriegsfähig zu bleiben. Diese winzigen Waffen kosten fast so viel wie eine Figur, aber sie sind unerlässlich, wenn man nicht will, dass die eigene Armee nicht mehr konkurrenzfähig ist.
Herr Fuchs
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