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Autor Thema: Tabea-Melody-Michelle, komm bitte da herunter! *Schmähschrift 1.07*  (Gelesen 1485 mal)
Herr Fuchs
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Hügelriese
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« am: September 20, 2006, 09:17:32 »

Liebe, gerade noch gegrüßte, Leser,


ich begrüße Sie zu einer neuen Folge aus unserer Schmähschriftenschmiede. Wieder einmal  wird nicht damit gegeizt, das Leben einiger weniger ausgewählter Menschen unseres Alltags schonungslos offen zu legen, um an deren bedauerlichem Schicksal Belustigung zu finden. Der Autor bedient sich hierbei, wie sooft in der Vergangenheit, einiger abgetragener, infantiler Späße, die nur ein sehr einfaches Publikum wahrhaftig erheitern können. So darf der geneigte Leser auch heute damit rechnen, mindestens eine Anspielung auf Alkoholprobleme des Protagonisten zu erhalten oder aber, den Protagonisten im Konflikt mit seiner, durchgängig, faschistoiden Umwelt zu erleben.
 
Den Zeitgenossen, den ich Ihnen heute vorstellen möchte, gehört zu den tragischeren Gestalten des Alltags. Er führt ein einfaches, beschauliches Leben und gehört zu einer kleinen Gruppe von Menschen, die einem augenscheinlich sinnvollen Tagewerk nachgehen. Der Name unseres Protagonisten ist Lothar Lampe. Nicht, dass es für den Handlungsfaden von Bedeutung wäre, Einblicke in Herrn Lampes Leben zu gewinnen, im Gegenteil, eine genaue Beschäftigung mit Herrn Lampe könnte das einfache Gemüt, recht schnell, verstören, jedoch sollte erwähnt sein, dass Herr Lampe den Beruf des Lehrers ausübt.
 
Selbstverständlich ist dem Autor bewusst, dass nur die Wenigsten unter Ihnen jemals eine Schule von innen gesehen haben, deswegen verzichtet er auch auf eine genauere Darstellung der Arbeitsverhältnisse des Genannten und beginnt direkt mit der Erzählung. Ich wünsche Ihnen hierbei, dass Sie sich  bis zu einem gewissen Punkt unterhalten fühlen.


Ein dumpfer Schlag auf das Pult, reißt Lampe aus seinen Träumen und zurück in die gnadenlose Realität des Alltags. Vor ihm steht Justin-Dustin Ebersole und starrt ihn an. Seine kleinen Hände sind mit roter Lackfarbe beschmiert, einem Überbleibsel aus der der letzten Kunststunde, was einen tiefen Schock in Herrn Lampe auslöst.

Herr Lampe(hoffend): Vielleicht ist es noch nicht zu spät und ich kann meine Hose, vor diesem kleinen Monster, retten…

Doch die Hoffnung erlischt schon im nächsten Moment. Der ältere, bereits leicht ergraute, Herr, ist über und über beschmiert mit roter Farbe. Kreischend, und mit den Fäusten auf das Pult trommelnd, steht das Balg vor ihm.

Justin-Dustin Ebersole(schreiend): Herr Lampe, die Tabea-Melody-Michelle hat mit dem Zirkel nach mir geworfen…

Herr Lampe(flüsternd): ..und wie ich sehe, leider auch nicht getroffen.

Der Lehrer rafft sich auf und versucht die Kinder zur Ordnung zu rufen. Die Verwüstung, die während seines kurzen Schlafs stattfand, ist nicht zu übersehen. Überall liegen Lehrmaterialien, Kreide, Schwämme und raufende Schüler auf dem Boden und lassen das Klassenzimmer als Schlachtfeld erscheinen. Am Fenster steht der dicke Schüler Klaus und wirft kleine Jungen aus dem Fenster. Klaus hätte schon lange einen Abschluss, wäre er nicht schon unendliche Male unversetzt geblieben. Wie lange Klaus schon auf dieser Schule ist, weiß niemand so genau. Manchmal, während den kalten dunklen Wintermonaten, erzählt man sich im Lehrerzimmer, dass der Klaus schon zur Zeit der amerikanischen Besatzer auf der Schule war. Er soll auch als Flakhelfer in der Hitlerjugend eingesetzt worden sein. Herr Lampe gibt nicht viel auf diese Ammenmärchen, so weiß er doch, dass Klaus viel zu dämlich ist, um ein Geschütz zu bedienen.

Mit ruhiger, gelassener Art trennt er die streitenden Parteien voneinander. Auch versucht er diese, mit immer gleichermaßen vergeblichen Gesprächen, zu belehren. Es fallen verschiedene Wörter: Vernunft….Konfliktlösung…Stichwaffe…, doch diese verhallen im Lärm der Umgebung.

Nach einiger Zeit lässt Lampe von seinem erfolglosen Unterfangen ab, jedoch nicht ohne darauf hinzuweisen, dass Klaus keine zuckerhaltigen Getränke während des Unterrichts zu sich nehmen darf. Das schade den Zähnen und der Entwicklung der Kinder. Klaus kann sich zwar unter Worten, wie Zucker und Entwicklung nichts  vorstellen, jedoch verzichtet er, während des weiteren Prügelns, auf Getränke.

Der Lehrer widmet sich nun dem Klassenbuch, um zu sehen, weshalb die dreizehnjährige Sandy heute nicht im Unterricht erschienen ist. Ein kurzer Blick lüftet das Geheimnis. Es steht eine erneute Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung für die Kleine an. Herr Lampe begrüßt diese Initiative, da Sandy, nach der Geburt ihrer Zwillinge, so verantwortungsvoll mit dem Thema Schwangerschaft umgeht.

Plötzlich schrickt er auf. Was er da sieht, lässt ihn fast zu einer Salzsäule erstarren. Der kleine Justin-Dustin trinkt heimlich an einer Colaflasche. Sofort bahnt sich Lampe einen Weg durch die Masse. Mit einem großen Satz hechtet er über die Bänke der letzten Reihe und reißt dem Jungen das Getränk aus der Hand.

Herr Lampe(schimpfend): Justin-Dustin, Du weißt doch, dass Koffein schädlich für Deine Gesundheit ist, oder?

Justin-Dustin zeigt sich sofort einsichtig. Ohne Zögern nimmt er die Flasche an sich, geht zum Waschbecken und entsorgt das Getränk. Bei dieser Gelegenheit entsorgt er auch gleich seine Zigarette, die schon fast zu ende geraucht ist.

Lothar Lampe ist sehr erfreut über seine Zöglinge, so kann er doch jetzt endlich mit einer Stunde Mathematik beginnen. Das Thema heute sind Textaufgaben. Herr Lampe stellt sich vor die Klasse und liest die erste Frage vor.

Herr Lampe(lesend): Ein  deutscher Autobauer produziert einen PKW. Er verkauft ihn zum Preis von 30.000 Euro. Seine Produktionskosten betragen 500 Euro, sein Gewinn 29.500 Euro.
a) Zeichne ein Auto  und diskutiere mit Deinen Mitschülern darüber, ob es nicht viel sinnvoller wäre, die Autos in Tschechien zu bauen, um die Gewinnspanne zu vergrößern.
b) Wie viel tausend Arbeitsplätze sollte der Autobauer in Deutschland streichen, damit seine Produktionskosten weniger als 25 Euro betragen?


Der Lehrer vergewissert sich nun, ob die Schüler die Frage verstanden haben. Da alle Schüler in wenigen Jahren die Abiturprüfung ablegen, sollte die Aufgabe kein Problem darstellen. Tabea-Melody-Michelle zeigt bereits gute Lösungsansätze. Sie knutscht während der Stunde angeregt mit dem tschechischen Mitschüler Dimitri. Auch Klaus hat einen interessanten Vorschlag. Er würde gerne ein Auto mit einem Hammer demolieren, nachdem er es vorher mit Sprühfarbe verziert hat. Herr Lampe ist mit den Antworten sehr zufrieden und widmet sich der nächsten Aufgabe.

Herr Lampe(lesend): Ein Hundebesitzer besitz zwei Hunde. Für jeden Hund muss er jährlich 100 Euro Hundesteuer zahlen. Im Jahr macht das 200 Euro Steuern.
a)Unterstreiche das Wort Hund mit einem roten Stift und singe dazu ein Lied, indem das Wort Hund vorkommt.


Auch in diesem Fall ist Lothar Lampe angenehm überrascht. Der dicke Klaus merkt an, dass er schon oft versucht hat, den Hund des Nachbarn anzuzünden, während Justin-Dustin feststellt, dass er schon öfters von den zwölf Kampfhunden des Vaters gebissen wurde.

Lehrer Lampe beendet nun den Mathematikunterricht und möchte mit dem Fach Deutsch fortfahren. Die Schüler sollten zuhause eine Erörterung über die Vor-und Nachteile des 2.Weltkrieges verfassen. Alle reißen sich darum vorzulesen. Herr Lampe geht nach der Reihe und bestimmt Justin-Dustin

Justin-Dustin Ebersole(lesend): Opa ischt im dem Grigg war. Er ischt geschossen auf den Rusen ist. Dan er ischt im den Lager war….scheiss Deutche Nazis immer die Mama, bei die Grünen ischt,  sacht.

Herr Lampe zögert kurz mit der Bewertung, dann entscheidet er sich doch dafür, diese exzellente Leistung mit einer sehr guten Note zu bewerten. Danach soll Tabea-Melody-Michelle Bölthorn vortragen. Die aber befindet sich schon lange nicht mehr an ihrem Platz, sondern springt von einem Tisch zum anderen. Seit Neuestem ist sie als hyperaktiv eingestuft und bekommt kleine weiße Tablettchen dagegen. Die Ärzte sind der Meinung, dass es sich um eine schwere Krankheit handelt. Böse Zungen behaupten jedoch, hinter vorgehaltener Hand, dass ihr Verhalten auf mangelnde Erziehung zurückzuführen sei. Diese Zungen werden aber schnell abgeschnitten, da Frau Wiebke Bölthorn, die Mutter der Kleinen, viel zufriedener damit ist, dass die kleine Tabea-Melody-Michelle ihre tägliche Dosis Valium erhält.
Der Lehrer fordert sie wieder zum Lesen auf. Die Kleine nimmt daraufhin einen Zeigestock und prügelt auf den kleinen Kevin ein. Dabei schreit sie einige Schimpfworte.

Tabea-Melody-Michelle(schreiend): Ich kriege Dich schon noch, Du Schwein.

Der Lehrer folgt dem Vortrag der Schülerin sehr aufmerksam. Er entdeckt in ihrem Geschrei die Worte „kriege“ und „Schwein.“ Damit ist er ebenfalls sehr zufrieden. Das Wort „kriege“, hat im Entferntesten etwas mit Krieg zu tun und das Wort „Schwein“, kann  stets getrost auf Deutsche übertragen werden. Herr Lampe entschließt sich auch in diesem Fall, eine gute Note zu verteilen. Vorher legt er allerdings sein grünes Parteibuch zur Seite, um die Noten nicht irrtümlich falsch einzutragen. In diesem Moment ertönt die Pausenglocke und befreit alle.

Nun muss sich Herr Lampe außerschulischen Verpflichtungen widmen. Heute hat Frau Wiebke Bölthorn, die Mutter der kleinen Tabea-Melody-Michelle, einen Nachmittagstermin, da Herr Lampe die Noten der Kleinen bemängelt. Schon nach wenigen Minuten wälzt sich Frau Bölthorn, so grazil sich ein LKW eben wälzen kann, in die Klasse. Sofort beginnt sie mit Geschrei, da sie die Einladung nicht verstehen kann. Ihre Tochter sei schließlich, und das wurde ihr von der Nachbarin, Frau Wunderlich, schon des Öfteren bestätig, hochbegabt. Herr Lampe möchte dies auch nicht bestreiten, denn zu aufgebracht wirkt die imposante, füllige Erscheinung der Frau. Allerdings bemächtigt sich die kleine Tabea-Melody-Michelle, während des Gesprächs der Erwachsenen, eines Mülleimers und krabbelt auf das Lehrerpult. Herr Lampe, der diese Szene mit einiger Sorge betrachtet,  fordert sie auf herunterzukommen. Frau Bölthorn hingegen empfindet den Bewegungsdrang ihrer Tochter als löblich und ermutigt sie dazu weiterzumachen.

Wiebke Bölthorn(lobend): Sehr gut machst Du das mein Engel, zeig doch dem Herrn Lampe, wie toll Du tanzen kannst.

Wie von Sinnen, beginnt das Kind mit ungelenken Bewegungen zu tanzen. Dabei trampelt es mit den Füßen auf allerlei Unterlagen des Lehrers herum. Lothar Lampe versucht, unter dem klatschenden Beifall der Mutter, wenigstens einige Unterlagen zu retten. Die Kleine unterdessen hält es für an der Zeit, den Inhalt des Mülleimers zu präsentieren. Deswegen schüttet sie den Inhalt des Eimers auf das Lehrerpult. Frau Bölthorn, seit mehreren Jahren allein erziehend, ist fasziniert.

Wiebke Bölthorn(lobend): Sehen sie nur, Herr Lampe, wie aufgeweckt die Kleine ist. Sie ist so ungeheuer schlau, dass sie sogar aus Müll ein Kunstwerk errichten kann. Ach, sie ist so begabt.

Der Lehrer muss zusehen, wie Tabea-Melody-Michelle mit den Füßen in dem Müll herumtrampelt und dabei einen kleinen Berg auftürmt. Langsam wird er zornig und fordert die Mutter eindringlich dazu auf, dem Kind Einhalt zu gebieten. Frau Bölthorn kann den Ärger des Lehrers, nicht im Entferntesten verstehen, so war sie doch stets bemüht, das Kind völlig frei von Grenzen, Regeln und Bestimmungen zu erziehen, damit es seine eigenen Grenzen und Wertvorstellungen definieren kann. Eine Bevormundung der Kleinen, würde sie als schädlichen Eingriff die Persönlichkeit betrachten. Dennoch leistet Frau Bölthorn dem Wunsch des Lehrers folge.

Wiebke Bölthorn(leise): Tabea-Melody-Michelle, komm bitte da herunter, wenn Du fertig bist mit Deiner Kunst.

In diesem Moment erbricht sich das Mädchen, angeekelt von dem Inhalt der Mülltonne, über das Pult des Lehrers. Herr Lampe ist entsetzt, auf dem Tisch lagen die Unterrichtsvorbereitungen der letzten zwei Monate. Er beschwert sich nun massiv über das Verhalten des Kindes. Frau Bölthorns Freude hingegen kennt keine Grenzen mehr.

Wiebke Bölthorn(strahlend): Sehen Sie nur, Herr Lampe, wie die Kleine die negative Aura, die durch Sie als Lehrer verbreitet wird, spüren kann und sich dabei erbricht. In machen Kulturen würde sie dafür als Gottheit verehrt werden.

Herrn Lampes Puls rast vor Wut. Er versucht das Gespräch nun, auf die schulischen Leitungen des Kindes zu lenken. Er bemerkt, dass das Kind Probleme im Fach Deutsch hat. Frau Bölthorn kann das nicht glauben. Herr Lampe liest deswegen, aus der letzten Klassenarbeit des Kindes, einige Passagen vor. Es handelt sich hierbei um einen Erlebnisbericht. 

Herr Lampe(lesend): isch dann mit Mamma der Hase iss dann Gras auf die weidde gang…

Frau Bölthorn ist entzückt. Überschwänglich lobt sie das Kind, wie klar und strukturiert es doch seine Gedanken zu Papier bringen kann. Frau Bölthorn, die selbst zu früh Mutter wurde, um die Schule lange zu besuchen, schwärmt schon vom literarischen Talent des Kindes und träumt von dessen Zukunft als geachtete Schriftstellerin.

Herr Lampe ist verzweifelt und gibt auf. Noch einige Minuten muss er sich anhören, dass die Frau ausschließlich die Lehrer und die Schule für Erziehungsfehler verantwortlich macht. Dann wendet sie sich von dem Lehrer ab und verlässt das Klassenzimmer, gefolgt von Tabea-Melody-Michelle, die sich unterdessen eine  Zigarette angezündet hat. Herr Lampe setzt sich auf seinen Stuhl und verfällt wieder in einen tiefen Schlaf. Er träumt von besseren Zeiten und besseren Schülern. Noch einige Stunden hat er dazu Zeit, dann wird wieder die Pausenglocke ertönen und ihn in die Wirklichkeit zurückreißen.

Allen, die bisher sehnsüchtig das Alkoholproblem des Protagonisten erwarteten, sei versichert, dass Herr Lampe in seiner Freizeit ordentlich trinkt.

Hochachtungsvoll
Herr Fuchs       

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=> Das offizielle Ende der Spaßgesellschaft
« Letzte Änderung: September 26, 2008, 03:51:22 von Herr Fuchs » Gespeichert

Fröschli
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« Antworten #1 am: September 20, 2006, 10:32:11 »

 Lächelnd Lächelnd Lächelnd
ich liege imm noch auf dem Boden vor Lachen. Lehrer Lampe ist meine neue Lieblingsfigur. Diese Geschichte spiegelt den unzensierten schulischen Alltag wieder. Nichts ist härter als die Wahrheit. Ich möchte, dass diese Geschichte mir persönlich gewidmet wird und, dass die nächste Geschichte ebenfalls um Lampe geht.  Lächelnd
Die Matheaufgaben und die Aufsätze sind zum Schreien.

LG
Fröschli
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Herr Fuchs
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« Antworten #2 am: September 20, 2006, 10:38:15 »

Wertes Fröschli,

mit Freude nehme ich Deine lobenden Worte entgegen. Wären mir nicht, auf meinem Weg durch Schüleraufsätze, solche Schriften bereits begegnet, so könnte ich es selbst nicht glauben. Doch, wie Du bereits treffend bermerktest, ist nichts härter als die Wahrheit und dies ist die Wahrheit. Leider kann ich Deinem Wunsch nicht Folge leisten und auch die nächste Schrift von Lampe handeln lassen, da jeder Protagonist nur in zeitlich größeren Abständen wiederkehren wird. Soviel sei jedoch vorab versprochen, wir haben Herrn Lampe nicht zum letzten mal gehört oder gelesen.

Mit freundlichen Grüßen
Herr Fuchs
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kamelin
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« Antworten #3 am: September 20, 2006, 11:17:19 »

Vielen Dank für ihre neue Schmähschrift, ich habe ebenfalls viel gelacht .o)

Ich befürchte allerdings, dass Lehrer Fuc... ähm Lampe nicht viel Freude während seiner Arbeitszeit haben wird oder irre ich mich? Wer weiss, vielleicht wird ja wieder die Prügelstrafe eingeführt, dann bekommt er allerdings noch arger sein Fett weg. Die kleine Taba-Luga-Melody hat es Faustdick hinter den Ohren möchte ich meinen.
Ich drücke ihm jedenfalls die Daumen, dem guten Lampe, und nochmals Danke für die schöne Geschichte.

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Herr Fuchs
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« Antworten #4 am: September 20, 2006, 11:22:47 »

Werte Frau Kamelin,

*Tzzzz*, Sie kennen doch die 2 Todsünden der Literatur, oder? Erstens: Nach 18 Uhr soll kein Kaffee mehr getrunken werden und zweitens: Man soll nie versuchen, den Protagonisten mit dem Autor gleichzusetzen.
Natürlich sind Parallelen zwischen Herrn Lampe und Herrn Fuchs zu erkennen, jedoch hatte Herr Fuchs niemals eine Tabea-Melody-Michelle in seiner Klasse. Das ist der Unterschied zwischen dem Autor und seinen Figuren. Dennoch freut es mich, Sie mit meinen absurden Geschichten belustigt zu haben.

Hochachtungsvoll
Herr Fuchs
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kamelin
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« Antworten #5 am: September 20, 2006, 11:30:38 »

Ach, und ich dachte immer die 2 Todsünden wären: Keine Zigaretten nach 18 Uhr und niemals vorwärts einparken, wenn es auch rückwärts geht. Hm, das hätten sie mir natürlich vorher sagen können. Wie stehe ich denn jetzt da, sah ich in mir bereits die kleine Tabra-Kadabra-Melody, die ihrem unbändigem Kunstdrang selbst mit Müll zum Ausdruck bringt ,o)

Na ja, aber ich kann sie beruhigen. An eine wirkliche Ähnlichkeit zwischen Lampe und Herrn Fuchs glaubt die kamelin nicht wirklich. Obwohl... die Passage mit dem Zirkel... egal, lassen wir das.
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Herr Fuchs
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« Antworten #6 am: September 20, 2006, 11:36:13 »

Werte Frau Kamelin,

*Tzzz*wieder muss ich Sie berichtigen. Die Dritte, wenn auch veraltete, Todsünde der Literatur lautet: Keine Zigaretten auf nüchternen Magen und vor 8 Uhr morgens. Diese entfällt allerdings, falls ziwschen 8-10 Uhr morgens starke alkoholische Getränke konsumiert wurden. Da dies unter Schreibern häufiger vorkommt, wurde es schon vor langer Zeit als Todsünde abgeschafft.

Post Scriptum: Schon wieder haben Sie mich erwischt, denn die Szene mit dem Zirkel ist nicht frei erfunden und auch die Reaktionen des Lehrers sind nicht aus der Luft gegriffen.

Mit freundlichen Grüßen
Herr Fuchs   
« Letzte Änderung: September 20, 2006, 11:38:48 von Herr Fuchs » Gespeichert

IceW
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240387802
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« Antworten #7 am: September 21, 2006, 11:33:16 »

Natürlich ist Ferdi diskret und die Namen hier sind alle erfunden, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind allerdings leider rein beabsichtig...
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Dunkelzwerg
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Wir SAUFEN bis wir umfalln! Wir SAUFEN bis wir ...


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« Antworten #8 am: September 21, 2006, 12:03:37 »

Bevor ich es vergesse; ich weiss bereits, um welches Thema der nächste Text von Herrn Fuchs handelt! Nein, ich bin nich heimlich Nachts ins Redaktionsbüro von Herrn Fuchs eingebrochen und nein ich kenne auch nicht die geheime Nummernkombination "210478" für den Safe.

Zitat
Herr Lampe(lesend): Ein  deutscher Autobauer produziert einen PKW. Er verkauft ihn zum Preis von 30.000 Euro. Seine Produktionskosten betragen 500 Euro, sein Gewinn 29.500 Euro.
a) Zeichne ein Auto  und diskutiere mit Deinen Mitschülern darüber, ob es nicht viel sinnvoller wäre, die Autos in Tschechien zu bauen, um die Gewinnspanne zu vergrößern.
b) Wie viel tausend Arbeitsplätze sollte der Autobauer in Deutschland streichen, damit seine Produktionskosten weniger als 25 Euro betragen?

Nachdem ja schon der Beitrag "Deutschland wandert aus und was wird aus uns?" gepostet wurde könnte es sein, dass er die Idee einer Schmähschrift fallengelassen hat (was ich nicht hoffe). Warte mal gespannt ab...

So jetzt zum Text:

Schmähschrift Nr.7 liegt ganz weit vorn bei mir! Ich konnte häufig und auch heftig lachen. Die Namen der Kids sind Spitze! Auch konnte ich mich mit dem dicken Klaus identifizieren! Gab es den denn nich auch schon in meiner Schulzeit und war nicht ich häufig Opfer seiner immer geballten Fäuste? Die "Matheaufgaben" haben fast den Kaffee aus dem Mund auf den Monitor befördert. Letzlich das letzte Drittel des Textes mit der dicken Mutti hat ein wenig an Würze verloren.

Egal, trotzdem genialer Text und somit  Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend von  Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend!


Prof. Dr. Zwergs Anal-lyse:
Ein kontrastreicher, wie gewohnt sarkastisch-ironischer Text, der wohl kaum ein alltägliches Erlebnis von Herrn "Lehrer" Fuchs wiederspiegelt, doch aber wohl seine (berechtigten) Ängste! Wenn man ihn gewissenlos überfliegt (was ich natürlich beim ersten Lesen gestern Abend um 1:00 Nachts gemacht habe) könnte man meinen, dass es nur um verzogene Göhren, einen inkompetenten Lehrer geht und dass da halt noch so ein paar Lacher drinne sind. Wenn man aber hinter den Text schaut (was auf meinem TFT-Monitor problemlos möglich ist) erkennt man die Komplexität des Themas:
Denn es sind mehrere "Parteien" an dem, in dieser Schmähschrift gelungen dargestellten, Elend (und wieder doch nicht) schuld!

Hauptschuldiger Nummer 1 - Der (V)Erziehhungsberechtigte:
Auf der einen Seite haben wir die inkompetenten Erziehungsberechtigten, die unter dem Einfluss eines selbst nicht eingestandenen Minderwertigkeitskomplexes seinem Kind alle "Möglichkeiten" und "Freiheiten" bieten, die er selbst als Kind nicht geniessen konnten ODER vielleicht aber selbst genossen hat, was im Endeffekt aufs gleiche rauskommt; nämlich dass die Unfähigkeit in der Erziehung aus dem Sprössling ein kleines "Monster" macht, dessen Verhalten dann noch zum Zwecke des Selbstschutzes von dem Erziehungsberechtigten veschönt wird, was wiederum exakt den gegenteiligen Effekt dessen hat, was der Erziehungsberechtigte meint beabsichtigt zu haben. Wir haben hier also eine Unfähigkeit zur Erziehung resultierend aus der Unfähigkeit der Selbstanalyse des Erziehungsberechtigten. Soetwas beobachtet man heute leider recht häufig.

Schuldiger Nummer 2 - Der Lehrer:
Unfähig seine Situation in irgendeiner noch so primitiver Form zu kontrollieren, unterliegt der Lehrer (wie auch der Erziehungsberechtigte) dem Selbstrug und verschönert sämtliches Verhalten der verzogenen Kinder und hält sich dabei an Kleinigkeiten auf, während Mord und Totschlag, Kippenrauchen und pardon *Fickerei* resignativ geduldet werden.

(Un)Schuldiger Nummer 3 - Die Kinder:
Mal ganz ehrlich; allein schon wenn ich Justin-Dustin-Rustin *lachweg* heissen würde, dann wäre ich wohl ein Arschloch oder? Ich wäre als kleines Kind ein Arschloch gewesen, als Teenager und auch im späterem Leben und ich würde wohl auch als Arschloch sterben. Nicht dass ich eine Wahl gehabt hätte. Nein der Arschlochstempel wäre mir ja verpasst worden als ich noch in einer Soße geschwommen und mein Handlungsfreiraum gerade mal 140 cm³ gewesen sind. Ich wäre unschuldig, ebenfalls unfähig meine Sitation zu begreifen oder zu kontollieren und wäre trozdem ein Arschloch.

Und wenn alle oben genannten Personengruppen eigentlich gar nicht wissen was sie da tun, wer oder was ist dann überhaupt der Grund für eine so unangenehme Situation? Natürlich es ist ... das SYSTEM! Wenn man, um einen verbeulten Fiesta fahren zu können (kann man da überhaupt noch von "Fahren" sprechen), 3000€ für Lappen und Fahrlehrerspazierenfahren ausgeben muss, aber für die Erziehung eines Kindes allerhöchstens Schwangerschaftsgymnasik vom Arzt verordnet wird, dann ist das wieder nur ein Beweis dafür, wie weit wir mittlerweile technisch, wirtschaftlich, kulturell sind ABER wie rückständig wir einfache soziale Fragen handhaben. Wenn es einen Lappen für die Erziehung eines Kindes gäbe, dann würde der wohl heute 5000€ kosten (für die ganzen Fahrstunden mit dem Kinderwagen) und es würden einige Leute durchfallen, und zwar nicht nur die, denen man es aufgrund des Körperumfangs ansieht!

So als nächstes werde ich einige Passagen des Textes Zitieren und meine Lächelnd vergeben. Es sind bis zu Lächelnd Lächelnd Lächelnd Lächelnd Lächelnd Lächelnd maximal drinn.
Also dann fangen wir mal an ...

Oh Nein Chef! Ich surfe nicht schon wieder im Internet. Ich kann alles erklären ... es war nur eine Recherche ... NEIN! ARRRGHHHH!!!!!!!
« Letzte Änderung: September 21, 2006, 07:26:53 von Dunkelzwerg » Gespeichert

LITANY AGAINST FEAR

I must not fear.
Fear is the mind-killer.
Fear is the little-death that brings total obliteration.
I will face my fear.
I will permit it to pass over me and through me.
And when it has gone past I will turn the inner eye to see its path.
Where the fear has gone there
Frischling
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« Antworten #9 am: September 21, 2006, 08:27:50 »

Hallo zusammen!
Nach langer Zeit melde auch ich mich mal wieder zu Wort. Da Ihr  nicht mehr zockt, ist die Seite etwas öde für mich geworden, doch lese ich ab und an gerne die Geschichten von Herrn Fuchs. Ich fand die Geschichte auch gut und muss im Gegensatz zu Herrn Zwerg anmerken, dass mir der zweite Teil besser gefallen hat. Wiebke B. und ihr Kind haben mich fast zum urinieren verleitet. Der erste Teil hingegen bietet weniger Spannung. Trotz allem bekommt Herr Fuchs  Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend von  Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Lachern

Euer Frischling 
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Herr Fuchs
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« Antworten #10 am: September 21, 2006, 09:34:35 »

Geschätzter und geachteter Herr Zwerg,

für Ihre, mehr als ausführliche, Analyse, gebührt Ihnen mein Dank. Sie haben den Text dermaßen geschickt und auch richtig kommentiert, dass ich respektvoll meinen Hut ziehen muss. Alle Anspielungen und Kritikpunkte des Autors wurden also verstanden. Wie immer sprechen Sie auch heute mit scharfer Zunge, so stimmt es nämlich wirklich, dass Herr Fuchs bereits ein neues Thema für eine Schmähschrift am Bearbeiten ist. Der Beitrag, Deutschland wandert aus, wurde nicht ohne Grund von mir eröffnet. Außerdem beabsichtigt Herr Fuchs, eine neue Form der Geschichte in den Gastartikelbereich einfließen zu lassen. Es handelt sich hierbei um Kurzgeschichten, welche jedoch einen gruseligen Hintergrund beinhalten.
Einmal monatlich heißt es dann: „ Ferdinands gruselige Monatsgeschichte.“
Das Konzept steht bereits und muss noch in die Tat umgesetzt werden. Bis dahin, freuen Sie sich auf die nächste Schmähschrift und zocken Sie ordentlich. Falls Sie zwischendurch noch Zeit finden sollten, wäre es wirklich hilfreich für einzelne Zitate Lacher zu verteilen.

Post Scriptum: Machen Sie sich keine Sorgen Herr W. Wir waren zwar, beide,  ziemlich blöde in der Schule, jedoch diente unser Leben nicht als Vorlage für diese Schrift. Die Jugendlichen von heute bieten nämlich mehr Stoff zum Schreiben, als jede andere Generation zuvor.     

Post Post Scriptum: Seit wann kann ein Frischling lesen?

Mit freundlichen Grüßen
Herr Fuchs
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Frischling
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« Antworten #11 am: September 24, 2006, 11:16:55 »

bzw. PS. UKW Bsp. z.H. Herr Fuchs
Seit wann können Füchse schreiben?  Teuflisch
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Herr Fuchs
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Hügelriese
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« Antworten #12 am: September 25, 2006, 12:55:22 »

Geehrter Frischling,

nach einem ordentlichen Schweinebraten kann ich sogar noch viel besser schreiben,



mit Grüßen
Herr Fuchs
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IceW
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240387802
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« Antworten #13 am: September 25, 2006, 11:16:13 »

El FerSchillerdinho,

deine Texte inspirieren Onkel Sascha zum lesen, sich hineinzuversetzen, seine Phantasie anzuregen und álles das was vom Verfaaser beabsichtigt wurde.

Kompliment für den begeisternden Schreiber!

Doch was soll ich sagen? Platz nach oben ist dennoch reichlich *Kritik* Öfter als 1 Mal wollte ich den Text noch nicht lesen (vielleicht den nächsten?)

Für mich als (unter)durchschnitt-Leser Teile ich Eckos Meinung zu 135%! War nur zu faul zum schreiben oder sagen wir es so hätte es auch nicht so hingekriegt! (der Panther)

Bin gespannt auf die Forstezung deiner Schmähschriften

Greets
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Herr Fuchs
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« Antworten #14 am: September 25, 2006, 11:58:30 »

Hochverehrter Herr EisW.,

ich sehe Parallelen, denn auch Herr Fuchs las bisher jeden Text höchstens einmal. (außer zu Korrekturzwecken)

Post Scriptum: Die Texte von Kurt Tucholsky, wollte ich bisher ebenfalls höchstens einmal lesen.

Mit fröhlichen Grüßen
Herr Fuchs
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